Tempelbesuch in Bangkok
Nach einem ausgedehnten Frühstück im Were Bean Coffee Restaurant fuhren wir mit dem Skytrain bis zum Hafen. Dort stiegen wir in ein Boot, welches uns über den Chao Phraya zum Tempel Wat Arun brachte.

Der Chao Phraya ist der Fluss, der mitten durch Bangkok mäandriert. Wir fuhren etwa zwanzig Minuten. Auf der Fahrt sahen wir das Hochhaus, auf dem Hangover 2 gedreht wurde, und riesige Bilder des jetzigen Königs schmückten ganze Hausfassaden, bis wir wenig später beim Tempel Wat Arun ankamen. Wir stiegen aus,

kauften Billetts und betraten, nachdem ich meine Knie mit einem Tuch verdeckt hatte, den Tempel. Obwohl das Innere des Tempels für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, war es doch ein eindrückliches Erlebnis, um ihn herumzugehen und Fotos machen zu können. Der Tempel Wat Arun wurde im 17. Jh erbaut und hat seinen Namen vom Hindu Gott Aruna. Dieser Gott wird oft als aufgehende Sonne

personifiziert und wird auch Gott der Morgenröte genannt. Nachdem wir einmal um das ganze Heiligtum gegangen und viele Bilder geschossen hatten, waren wir alle unglaublich durstig und schwitzten stark. Die Sonne brannte

unbarmherzig auf uns herab und zwischen den hohen, glitzernden und mit Statuen geschmückten Mauern schien es noch heisser zu sein. Wir gingen zum Ausgang und redeten schon darüber, wo man hier wohl am nächsten Wasser kaufen könnte, als ich drei buddhistische Mönche sah, die ebenfalls vor dem Tempel standen und Selfies machten. Ich musste schmunzeln, als sie sogar einzeln hin standen und posierten, während einer der drei ein Foto machte. Auch Mönche sind nur Menschen! Ich lief den anderen schnell hinterher und trank von dem Wasser, das sie schon an einem der Stände gekauft hatten.
Als wir unseren Durst gestillt hatten, wollten wir direkt mit dem Boot zu einem zweiten Tempel gehen, dem Wat Pho. Ruben und Papi jedoch wollten zuerst einen Ubosot anschauen, der nur wenige Meter entfernt war. Von aussen sah er nicht so gross und eindrücklich aus,

wie er dann tatsächlich war. Er war ebenfalls geschmückt mit unzähligen farbigen Steinen und Perlen und an der Wand, die rund um den Tempel ging, standen goldige Buddha-Statuen, von denen manche Tücher um den Körper trugen. Wir gingen zum Eingang und durften dieses Mal sogar eintreten. Wir

zogen unsere Schuhe aus und gingen hinein. Das Erste, was mir auffiel, war der rote Teppich am Boden. Der gesamte Tempelboden war versehen mit weichem, rotem Teppich. Das Zweite war der Mönch, der auf einer erhöhten Stelle im Tempel sass, aus einem Plastiksack etwas ass und mit einem Mann sprach, der nicht auf der Erhöhung sondern am Boden sass. Kaum waren wie eingetreten, winkte dieser uns zum Mönch und sagte: „Come here, come here! Luck, come here, luck!“ Ich verstand nicht so ganz, was er von uns wollte, doch Papi sagte wir sollen zum Mönch gehen, und so gingen meine Brüder einzeln zu ihm hin und setzten sich vor ihn auf den Boden. Ohne zu zögern spritzte er Wasser auf ihre Köpfe, murmelte ein paar thailändische Worte und zog ihnen je ein weisses Armband an. Danach

machte er das auch bei mir, und da verstand ich, was der andere Mann hatte sagen wollen: dass der Mönch uns „segnete“ und das Glück brachte. Als wir uns die grossen Statuen und Blumen vorne angeschaut hatten, gingen wir wieder hinaus und fuhren dann mit dem Boot zum anderen Tempel, dem Wat Pho, dessen offizieller Name eigentlich Wat Phra Chettuphon Wimon Mangkhalaram Ratchaworamahawihan ist.
Die Fahrt ging nur etwa fünf Minuten und als wir auf der anderen Seite ankamen, stiegen wir aus und kauften wieder Eintrittskarten. Wieder mussten wir Schulter und Knie abdecken und wieder mussten wir unsere Schuhe ausziehen. Zusammen mit unzähligen anderen Leuten gingen wir hinein und schauten uns den riesigen Buddha an, der Mitten im Tempel lag.

Auch dieser Tempel wurde bereits im 17. Jh erbaut und von König Rama I. von 1789 bis 1801 restauriert. Die Buddha-Statue ist 15m hoch und 45m lang und ist eine der grössten Statuen in ganz Thailand. Die Fusssohlen sind mit wunderschönen Perlen und Zeichen verziert und auch wir konnten Fotos davon machen, obwohl es sehr viele Leute hatte, die uns immer wieder ausversehen anstiessen.
Die Besuchenden werden um den liegenden Buddha herumgeführt. Auf der anderen Seite der Statue stehen 108 Bronzeschalen, in die man je eine Münze werfen kann. Das bringt Glück und hilft den Mönchen, den Tempel zu finanzieren. Als wir einmal um die riesige Statue gegangen waren und viele Fotos gemacht hatten, waren wir schon wieder beim Ausgang. Wir zogen unsere Schuhe an und gingen zurück zum Ausgang. Dabei sahen wir drei Schulklassen, die alle ebenfalls den Tempel besichtigen wollten.
Zurück zum Hotel fuhren wir mit einem (in Zahlen: 1) Tuk-Tuk – aber das ist eine andere Geschichte…
Comment
Eindrückliche Statue!